Theo Jansen und seine Kreaturen – die Kinetik

Über den Künstler Theo Jansen

Der 1948 geborene Theo Jansen reiht sich nahtlos in die Folge der Studianabbrecher ein, die später bekannt werden. Sein Physik Studium brach er nach 7 Jahren ohne Abschluss ab, um danach als Künstler zu arbeiten.

Mit kinetischen Objekten, die er aus Plastikrohren, Kabelbindern, Nylonfäden und Klebebändern baut, befasst er sich seit 1980. Er erschafft unglaubliche Kreaturen, die sich sehr organisch bewegen.  Anders als mein Strandbeest Modell werden seine Kreaturen jedoch von Windkraft oder von Druckluft angetrieben.

Auf seiner Webseite schreibt Theo Jansen, dass er neue Lebensformen entwickelt. Er träumt davon, Herden seiner spannenden Geschöpfe an Stränden frei zu lassen, damit sie ihr eigenes Leben leben.

Die Idee von Theo Jansen

Wie bewegt sich das Strandbeest eigentlich vorwärts und was hat sich Theo Jansen dabei gedacht? Das war die erste Frage, die ich mir stellte und das war wohl auch das, was mir über viele Jahre – nachdem ich den ersten Film über seine Kreaturen gesehen habe – im Kopf geblieben ist.

Die Hebelverhältnisse

Zuerst einmal sollte man sich die Hebelverhältnisse des Modells anschauen. Ich fand dazu einige Beispiele im Internet, die sich allesamt ähneln. Hier habe ich die Hebelverhältnisse mal dargestellt.

Theo Jansen Strandbeest

Ja wo laufen sie denn…wo laufen sie denn hin?

Weiterhin hilft es sicherlich, sich die Beine in Bewegung anzuschauen, um die Idee, die Theo Jansen mit diesen Kreaturen verfolgt, zu verstehen.

In dem Video kann man auch meine Vorgehensweise erkennen, wie ich die notwendigen Abstände der Achsen zueinander ermittelt habe. Dazu habe ich schlicht das Brett unter der Mechanik mit diversen Löchern mit gleichem Abstand versehen und ausprobiert, in welchen Entfernungen der Achsen zueinander die gleichmäßigste Bewegung stattfindet.

Der Künstler erklärt selbst

Hier zeige ich mal ein Video, in dem der Künstler Theo Jansen selbst erklärt, wie die Hebel und Abläufe gestaltet sind.